Keramikobjekte

 

Im Ursprung aus dem Handwerk kommend, hat sich Andreas Hinder dennoch auf nicht funktionale Keramikobjekte spezialisiert. Seine Liebe zum Material Ton zeigt sich für ihn in seinen zahlreichen Facetten: seidenglatt oder grobkörnig rau, porzellanweiß, ziegelrot bis tief schwarz, erdig, bodenständig oder leuchtend bunt glänzend ist alles möglich.

Immer zahlreicher wurde das Repertoire an möglichen Themen in den letzten 25 Jahren. Der »Bauplan« für jede Tierskulptur perfektioniert sich durch Naturstudien, Blicke in die  Kunstgeschichte und vor allem der Wiederholung des gleichen Themas in Varianten.

Es entstehen Einzelstücke mit sehr persönlichem Ausdruck, Mimik im Blick, Gestik in der Haltung; immer auch ein Spiegelbild menschlicher Sichtweisen: Der grimmige Wolf, der listige Fuchs, die diebische Elster, der schlaue Rabe, der alte Hase… gegeben ist die Nähe zur Fabel und somit auch zum menschlichen Dasein. Dadurch sind Andreas Hinders Tiere nicht nur reines, schmückendes »Deko-Objekt«, auch steckt in jeder Arbeit immer etwas Experimentelles. Durch den freien Aufbau der Skulpturen ist jedes  Stück ein Unikat.

Die Tierfiguren werden aus grobschamottierter Steinzeugmasse frei aufgebaut. Der später rotbrennende Scherben wird im lederharten oder trockenen Zustand mit einer Porzellanengobe bemalt. Der teilweise recht dünne Transparentglasurauftrag bewirkt matte bis leicht glänzende Oberflächen, die zuweilen an Stein erinnern. Figur und Sockel sind in einem aufgebaut und bilden eine Einheit, dabei bietet der Sockel einen beruhigenden Rahmen für die lebendigen, teils bewegten Figuren. Gebrannt werden die Objekte zumeist in reduzierender Atmosphäre im Gasofen bei ca. 1200°.

Andreas Hinder